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Loveparade wieder in Berlin`???
Wer ist dafür, das die Loveparade wieder in Berlin stattfindet`???

Die Geschichte

Vom alternativen Techno-Umzug mit 150 Ravern entwickelte sich die Loveparade innerhalb weniger Jahre zur größten Party der Welt mit bis zu 1,6 Millionen Besuchern. Die Loveparade präsentiert die vielfältigen Facetten elektronischer Musik. Sie gilt als Wiege der deutschen Techno- und House-Szene und setzt jährlich internationale Musik- und Modetrends.

Die Öffnung des Musikprogramms zeigt, dass sich die Parade stetig weiterentwickelt. Das Spektrum der Musikstile wird breiter, die Zahl der Live-Acts und Showelemente höher. Das Motto wechselt mit jeder Veranstaltung, die Grundidee bleibt die gleiche: Menschen aus allen Teilen der Erde versammeln sich, um gemeinsam unter freiem Himmel zu feiern, zu tanzen und Spaß zu haben.

Die Loveparade-Macher begreifen Musik als ein wichtiges Element, das Menschen, gleich welcher Kultur oder Herkunft, verbindet.
1. Juli 1989 – „Friede, Freude, Eierkuchen“

Dr. Motte lädt die damals noch überschaubare Techno-Szene zu einer Friedensdemonstration ein. 150 gut gelaunte Raver ziehen am 1. Juli mit zwei Wagen über den Kurfürstendamm. Das Motto setzt sich zusammen aus „Friede“ für Abrüstung, „Freude“ für die bessere Völkerverständigung durch Musik und „Eierkuchen“ für gerechte Verteilung von Nahrungsmitteln. Die erste Parade ist so klein und unbedeutend, dass weder vor noch nach der Veranstaltung eine Meldung in den Medien auftaucht. Viele der Teilnehmer von damals waren bedeutend für die Entwicklung der elektronischen Musikszene.
7. Juli 1990 – „The Future Is Ours“

2.000 Menschen und sechs Trucks: Die Loveparade verzeichnet die größte Steigerung an Teilnehmern im Verhältnis zum Vorjahr (150 Teilnehmer). Ein ewiger Rekord in der Geschichte der Parade.
6. Juli 1991 – „My House Is Your House and Your House Is Mine“

Erstmals wird bundesweit Werbung für die Parade gemacht. Deshalb sind am 6. Juli neben 6.000 Teilnehmern aus ganz Deutschland auch Wagen aus Frankfurt und Köln dabei.
4. Juli 1992 – „The Worldwide Party People Weekend“

Nach sechs Wochen Trockenheit setzt genau zur Hälfte der Parade ein Jahrhundertregen ein. Innerhalb der nächsten Stunden fallen 90 Liter Wasser pro Quadratmeter auf die Erde herab. Die Stimmung wird durch den gigantischen Wolkenbruch nicht getrübt. Obwohl einige Musikanlagen den Wassermengen nicht gewachsen sind, tanzen die 15.000 Teilnehmer exzessiv weiter. In Deutschland gibt es inzwischen eine Vielzahl von Techno-Clubs und die ersten beiden Mayday-Raves begeistern die Techno-Jünger.
3. Juli 1993 – „Fifth Anniversary“

Die Loveparade wird größer und professioneller. Insgesamt 31.000 House- und Techno-Begeisterte kommen am 3. Juli nach Berlin. Die Loveparade ist internationaler als je zuvor, es sind sogar Wagen aus London dabei.
2. Juli 1994 – „The Spirit Makes You Move“

Die Loveparade gewinnt immer mehr an Bedeutung. 110.000 Techno-Fans tanzen um die 40 Trucks entlang des Kurfürstendamms. Durch die kontinuierliche Steigerung der Teilnehmerzahl wird alles bürokratischer.
8. Juli 1995 – „Peace On Earth“

Die Loveparade findet nun nicht mehr am ersten Juliwochenende statt, sondern am zweiten. Mit 500.000 Besuchern kann die Teilnehmerzahl im Vergleich zum vergangenen Jahr fast verfünffacht werden. Es ist unglaublich heiß. Wegen des Krieges in Bosnien heißt das Motto diesmal „Peace On Earth“.
13. Juli 1996 – „We Are One Family“

Im Frühjahr wird die Loveparade Berlin GmbH gegründet. Name und Logo der Parade sind jetzt eingetragene, geschützte Warenzeichen. Der Kurfürstendamm ist für die Menschenmassen zu klein geworden. Nach dem unglaublichen Zuwachs im vergangenen Jahr muss die Veranstaltung verlegt werden. 750.000 Raver kommen am 13. Juli nach Berlin und tanzen entlang der Straße des 17. Juni. An der Siegessäule findet die Abschlusskundgebung und erstmalig auch die Ansprache von Dr. Motte statt. Die Compilation der Parade erreicht Platz 6 der Deutschen Album Charts.
12. Juli 1997 – „Let The Sunshine In Your Heart“

Die magische Summe von einer Million Teilnehmern wird unter der Sonne Berlins erreicht. Zum ersten Mal gibt es eine offizielle Single und ein Musikvideo zur Loveparade. „Sunshine“ belegt prompt Platz 5 der Deutschen Single-Charts. Alle Welt spricht von der Mega-Party mitten in Berlin.
11. Juli 1998 – „One World – One Future“

Erstmals wird die Rede von Dr. Motte von fünf deutschen Fernsehstationen live übertragen.
10. Juli 1999 – „Music Is The Key”

Bei strahlendem Sonnenschein tanzen über 1,5 Millionen Menschen zum Beat der bis zu 20.000 Watt starken Boxen auf den mittlerweile professionell ausgestatteten Wagen. In diesem Jahr kommt auch die so genannte „Lovedusche“ erstmalig zum Einsatz: Sponsoren erfrischen die tanzende Menge mit Wasserschläuchen.
8. Juli 2000 – „One World – One Loveparade”

Die Loveparade wird zum Exportschlager. Auch in anderen Ländern, wie Österreich, England, Israel und Mexiko finden jetzt Musik-Events nach dem Vorbild der Loveparade statt. Zum Original nach Berlin kommt erneut über eine Million Menschen.
21. Juli 2001 – „Join The Love Republic”

Im dreizehnten Jahr verliert die Loveparade ihren Demonstrationsstatus. Die Fans lassen sich den Spaß nicht nehmen: Wie in den Jahren zuvor ist die Stimmung bombastisch. Die Parade wird zum Spiegel der Gesellschaft. Ob extrovertierte Raver im Sonnenblumen-Bikini und Fellshirt, Mamis und Papis mit Kinderwagen, Schaulustige oder kreischende Teenies, alle werden vom Loveparade-Beat gepackt und tanzen gemeinsam unter der Juli-Sonne. In den knapp zehn Stunden legen 250 DJs aus 20 Ländern auf 45 Trucks auf. Die Bahn setzt 78 Sonderzüge ein und transportiert am Loveparade-Wochenende 280.000 Fahrgäste.
13. Juli 2002 – „Access Peace”

Meldungen über angeblich geplante Terroranschläge und Unwetterwarnungen trüben die Stimmung ein wenig. Dennoch zeigen immerhin 700.000 Fans, dass Gewalt keine Chance hat und halten der Loveparade die Treue.
12. Juli 2003 – „Love Rules“

Obwohl im Vorfeld weitreichende Diskussionen zur Finanzierung der Loveparade geführt werden, kann die Veranstaltung zur Freude aller Fans stattfinden. 750.000 Menschen folgen den 30 Trucks, unter denen sich zum ersten Mal ein eigener Loveparade-Wagen befindet.
Das Aus 2004 ...

15 Jahre lang tanzten Menschen aus aller Welt bei der Loveparade durch Berlin: Das erste Mal 1989, das letzte Mal im Jahr 2003. Die Geldsorgen begannen 2001. In diesem Jahr verlor die Parade den Status einer Demonstration. Für sämtliche Kosten mussten die Veranstalter ab diesem Zeitpunkt selbst aufkommen.

Im Rekordjahr 1999 kamen 1,5 Millionen zum Feiern, ab 2001 gingen die Besucherzahlen leicht zurück. 750.000 Raver tanzten zuletzt im Tiergarten. Zwar gab es nach wie vor zahlreiche interessierte Sponsoren, trotzdem konnten die hohen Kosten nicht mehr gegenfinanziert werden. 2004 wird die Loveparade zum Bedauern der vielen Fans zum ersten Mal abgesagt. Auch 2005 fällt die Loveparade aus.
... und das Comeback am 15. Juli 2006 – „The Love Is Back“

Im Jahr 2006 findet die Loveparade nach dreijähriger Pause endlich wieder statt. Die Begeisterung für dieses einzigartige, internationale Musik-Event mitten in Berlin ist nach wie vor ungebrochen. Techno hatte sich im Laufe der Jahre als feste Musikrichtung etabliert und kontinuierlich weiterentwickelt. Diesem Trend trägt die Loveparade 2006 Rechnung.

Elektronische Tanzmusik in all ihren Formen – von House über Techno und Drum’n’Bass bis hin zu Elektropop – setzt 1,2 Millionen Menschen in Bewegung. 2006 waren auf den Floats (Paradewagen) 19 verschiedene Nationen bei der Loveparade vertreten sowie 320 Künstler aus aller Welt.
22. Februar 2007 – Loveparade startet europaweite Ausschreibung

Aufgrund fehlender Planungssicherheit in Berlin startet die Loveparade Berlin GmbH am 22. Februar eine Ausschreibung, bei der sich europäische Metropolen als Austragungsort bewerben können. Die Metropole Ruhr gewinnt die Ausschreibung und setzt sich an die Spitze von über 60 Bewerbern.

Die größte Party der Welt wird von 2007 bis 2011 mit dem Namen Loveparade Metropole Ruhr 2007-2011 in fünf verschiedenen Großstädten des Ruhrgebiets stattfinden: Essen (2007), Dortmund (2008), Bochum (2009), Duisburg (2010) und Gelsenkirchen (2011).
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